Forschungsprojekte

Die Forschung mit Daten und Gewebe- oder Blutproben soll helfen, die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen früher zu erkennen und bessere Therapien zu entwickeln.

Sie finden hier alle Forschungsprojekte, die aus diesem Schatz an Daten und Proben des DZHK forschen dürfen. Sie können nach der Krankheitskategorie und dem Jahr des Projektstarts suchen oder eine Volltextsuche durchführen.

Stand im Genehmigungsverfahren von Nutzungsprojekten

Gemäß DZHK-Nutzungsordnung werden zur Erhöhung der Transparenz Nutzungsprojekte jeweils mit dem aktuellen Stand im Genehmigungsverfahren, einer Kurzbeschreibung zum Projekt sowie aus dem Nutzungsprojekt hervorgegangene Ergebnisse (nach Projektabschluss) dargestellt.

Sort & Search projects

Wie sich die Landwirtschaft in Mitteleuropa ausgebreitet hat

Die Einführung der Landwirtschaft durch neolithische Völker ist eine der dramatischsten und einflussreichsten ökologischen Veränderungen in der jüngeren Geschichte unserer Spezies. Jüngste Studien zur antiken DNA (aDNA) haben lange bestehende Fragen zur Neolithisierung Westeurasiens geklärt. Durch die Sequenzierung der Genome von frühen Bauern ...

Projektleitung
Joachim Burger, Yoan Diekmann (Johannes Gutenberg Universität Mainz, Institut für Organismische und Molekulare Evolutionsbiologie, Paleogenetik)
Projektlaufzeit
03/2021 - 03/2024
03/2021 - 03/2024 2021 dzhkomics-resource Forschende untersuchen, wie sich der Ackerbau und die Viehzucht mit Beginn der Jungsteinzeit in Mitteleuropa verbreitet haben. Dazu analysieren sie menschliche genetische Daten aus der damaligen Zeit im Vergleich zu genetischen Daten (Erbgut) von heutigen Menschen. Keine_Erkrankung

Analyse eines Biomarkers für die Risikoabschätzung bei Herzerkrankungen

Die Phänotypisierung der Herzinsuffizienz mittels proteombasierter Untersuchung stellt eine Herausforderung dar und könnte die Identifikation neuer Biomarker und neuer therapeutischer Ziele ermöglichen.

Projektleitung
Roland Klingenberg, Marcus Dörr (Kerckhoff-Klinik, Abteilung für Kardiologie, Klinik & Poliklinik für Innere Medizin B, Universitätsmedizin Greifswald)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2022
11/2021 - 11/2022 2022 resource-liquid-samples-image-data Ein neu entdeckter Biomarker im Blut ermöglicht es, bei Patientinnen und Patienten mit einem Herzinfarkt oder einer Herzmuskelerkrankung (Dilatative Kardiomyopathie) vorherzusagen, wie hoch das Sterberisiko ist. Noch ist unklar, welche Krankheitsprozesse der Biomarker widerspiegelt . Das untersuchen Forschende nun anhand von Blutproben aus der DZHK Heart Bank. Denn nur wenn der dahinterliegende Krankheitsmechanismus verstanden ist, können sie neue Behandlungsmöglichkeiten entwickeln. Herzmuskelerkrankungen

Herzmuskelerkrankungen besser verstehen

Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) sind häufige Herzerkrankungen, die oft einen schweren Verlauf bis hin zum Herzversagen haben.

Projektleitung
Jan Haas, Benjamin Meder (Universitätsklinikum Heidelberg, Analysezentrum III)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2022
11/2021 - 11/2022 2022 resource-liquid-samples-image-data Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) sind häufig und können oft schwer verlaufen. Um die vielfältigen Ursachen dieser Erkrankungen besser zu verstehen, untersuchen Forschende die einzigartige Bioprobensammlung eines Registers von Patientinnen und Patienten mit einer Kardiomyopathie. Dabei forschen sie auf genetischer Ebene nach den Ursachen der Erkrankung. Herzmuskelerkrankungen

Winzig kleine Proteine und ihre Rolle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wir haben eine Gruppe von Mikroproteinen (miPs, kürzer als 100 Aminosäuren) identifiziert, die von bisher nicht annotierten kleinen offenen Leserahmen (smORFs) in menschlichen und murinen Endothelzellen kodiert werden.

Projektleitung
Mauro Siragusa (Goethe Universität Frankfurt a Main, Institute for Vascular Signalling, Zentrum für Molekulare Medizin)
Projektlaufzeit
11/2021 - 02/2023
11/2021 - 02/2023 2022 resource-liquid-samples-image-data Winzig kleine Proteine, sogenannte Mikroproteine (miPs), werden bei Mäusen gebildet, wenn Entzündungen und Funktionsstörungen in der Innenwand der Blutgefäße vorliegen, was zu einer Atherosklerose führen kann. Die Forschenden wollen nun untersuchen, ob diese Mikroproteine auch beim Menschen an der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind und ob sie als Biomarker für Krankheitsprozesse dienen könnten. Zunächst wollen sie miPs in den Blutgefäßen und im Blutkreislauf von Herz-Kreislauf-Patienten nachweisen. Dafür untersuchen sie Proben von Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, akutem Herzinfarkt, Aortenaneurysma sowie Diabetes mellitus und vergleichen sie mit Proben von gleichaltrigen gesunden Probanden. Die Proben stammen aus der DZHK Heart Bank. Forschende nehmen außerdem an, dass sich miPs aufgrund ihrer geringen Größe ideal für neue therapeutische Ansätze eignen könnten.

Charakterisierung eines Signalwegs für neue Behandlungsstrategien

In diesem Projekt werden Patienten mit dilatativer oder hypertrophischer Kardiomyopathie untersucht, die Mutationen im Eph/Ephrin-Signalweg aufweisen.

Projektleitung
Guillermo Luxán (Goethe Universität Frankfurt a Main, Institut für kardiovaskuläre Regeneration)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2022
11/2021 - 11/2022 2022 resource-liquid-samples-image-data In diesem Projekt werden Bioproben von Patientinnen und Patienten mit den Herzmuskelerkrankungen dilatative und hypertrophische Kardiomyopathie untersucht, die genetischen Veränderungen (Mutationen) in einem bestimmten Signalweg aufweisen. Bei einem Signalweg werden äußere Reize in das Innere einer Zelle geleitet, was in diesem Fall zur richtigen Entwicklung des Blutgefäßsystems im Herz führt. Ziel ist es, Mutationen zu entdecken, die das Gefäßsystem beeinträchtigen. Damit könnten die Diagnosemöglichkeiten für Herzkrankheiten verbessert und Patientinnen und Patienten medizinisch genauer beurteilt werden. Außerdem könnten die Ergebnisse neue Behandlungsstrategien eröffnen. Herzmuskelerkrankungen Keine_Erkrankung

Herzschwäche mithilfe von Protein-Mustern besser verstehen

Die Untersuchung des molekularen Fingerabdrucks von Patienten mit Herzinsuffizienz ist ein vielversprechender Ansatz, um die für die Entstehung und das Fortschreiten der Krankheit relevanten Mechanismen besser zu verstehen.

Projektleitung
Jürgen Prochaska, Philipp Wild (Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention Zentrum für Kardiologie)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2022
11/2021 - 11/2022 2022 resource-tissue-samples Forschende untersuchen, welche Proteine in Blut- und Gewebeproben von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche vorkommen. Anhand der Ergebnisse wollen sie besser verstehen, wie die Erkrankung entsteht und fortschreitet. Mithilfe künstlicher Intelligenz spüren sie mögliche krankheitsrelevante Protein-Muster auf. Unter anderem untersuchen sie dann, ob sich interessante Protein-Muster, die im Gewebe auftreten, auch im Blut zeigen. Die Proben für ihr Projekt stammen aus der DZHK Heart Bank.

Analyse eines Biomarkers bei Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche und eingeschränkter Nierenfunktion

Patienten mit Herzinsuffizienz haben häufig eine eingeschränkte Nierenfunktion. Circa 50 Prozent der Herzinsuffizienz-Patienten zeigen eine chronische Nierenerkrankung (CKD), die mit einem schlechteren Outcome einhergeht und die pharmakologische Behandlung erschwert.

Projektleitung
Manuel Wallbach, Michael Koziolek (Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Nephrologie und Rheumatologie)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2023
11/2021 - 11/2023 2022 resource-liquid-samples-image-data Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche haben häufig eine eingeschränkte Nierenfunktion, 50 Prozent entwickeln sogar eine chronische Nierenerkrankung (CKD). Der Biomarker Dickkopf-3 (DKK3) ist bei Patientinnen und Patienten mit einer CKD im Urin erhöht. Erste Daten deuten darauf hin, dass der Biomarker auch an der Entstehung einer Herzschwäche beteiligt sein könnte. In diesem Projekt werden die DKK3-Werte von Patientinnen und Patienten mit einer Herzschwäche untersucht und mit den Werten von Personen ohne Herz-und Nierenerkrankungen verglichen. Außerdem soll untersucht werden, ob der Biomarker helfen könnte, die Prognose von Patientinnen und Patienten mit einer Herzschwäche und eingeschränkter Nierenfunktion besser zu beurteilen. Herzschwaeche

Wie genetische Störungen zu Krankheiten führen können

Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) haben Zehntausende von genomischen Loci aufgedeckt, die mit zahlreichen Merkmalen und Krankheiten in Verbindung gebracht werden; der zugrundeliegende kausale Mechanismus bleibt jedoch oft unverstanden.

Projektleitung
Christoph Dieterich, Silke Szymczak (Klaus-Tschira-Institut für Computerkardiologie, Institut für Medizinische Biometrie und Statistik)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2022
11/2021 - 11/2022 2021 dzhkomics-resource Viele schwerwiegende Erkrankungen können durch einen Defekt im Erbgut verursacht werden. Forschende wollen mithilfe von gentechnischen Experimenten herausfinden, wie eine solche Störung eine Krankheit versuchen kann. In einem ersten Schritt haben sie dafür zehntausende menschliche Gene untersucht und fehlerhafte Stellen gefunden, die mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden können. Um genauer zu verstehen, wie ein solcher Defekt zu einer Krankheit führt, wollen die Forschenden die genetische Datenbank DZHKomics Ressource nutzen. Mithilfe dieser Datenbank können sie die defekten Gene von kranken, mit denen von gesunden Personen vergleichen und Unterschiede feststellen, die zu einer Aufklärung über die Entstehung von Krankheiten beitragen können.

Botenstoffe des Immunsystems können auf Erkrankungen des Herzens hinweisen

Bei der Entstehung von Herzinsuffizienz und dilatativer Kardiomyopathie spielen Entzündungsreaktionen und damit auch Zytokine eine wichtige Rolle.

Projektleitung
Kristin Lehnert, Sabine Ameling (Universitätsmedizin Greifswald und Abteilung für Funktionelle Genomforschung, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B)
Projektlaufzeit
11/2021 - 02/2023
11/2021 - 02/2023 2022 resource-liquid-samples-image-data Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine Erkrankung des Herzens, bei der sich der Herzmuskel krankhaft vergrößert. Bei der Entstehung der DCM spielen Entzündungsreaktionen des Körpers eine wichtige Rolle. An diesen Entzündungsreaktionen sind sogenannte Zytokine, Botenstoffe des Immunsystems beteiligt, welche die Wachstumsprozesse und die Ausbildung von Körperzellen steuern. Die Forschenden wollen diese Zytokine identifizieren, um Diagnosen, Behandlungsentscheidungen und Risikoeinteilungen von Patienteninnen und Patienten mit DCM zu verbessern. In Voruntersuchungen konnten sie bereits 13 Zytokine bestimmen, welche in Zusammenhang mit DCM stehen. Mithilfe der DZHK Heart Bank sollen nun 47 Zytokine untersucht werden, um die vorläufigen Ergebnisse zu bestätigen und das Wissen bezüglich der Entzündungsvorgänge zu vertiefen. Herzmuskelerkrankungen

Herz-Kreislauferkrankungen mithilfe genetischer Untersuchungen besser verstehen

Im Plasma zirkulierende zellfreie DNA wird von Gewebe nach einem Zellschaden oder verschiedenen Arten von Zelltod freigesetzt.

Projektleitung
Ulf Landmesser, Adelheid Kratzer (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin (CBF), Medizinische Klinik für Kardiologie) in Kooperation mit Altuna Akalin (BIMSB, Bioinformatics, MDC Berlin)
Projektlaufzeit
11/2021 - 11/2023
11/2021 - 11/2023 2022 resource-liquid-samples-image-data Wenn Körperzellen verletzt sind oder Gewebeschäden auftreten, wird Genmaterial in Form von DNA aus der Zelle freigesetzt. Forschende haben nun Anhaltspunkte dafür, dass sich das individuelle Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine Messung dieser zellfreien DNA abschätzen lässt. Dabei untersuchen sie das sogenannte DNA-Methylierungsprofil, eine chemische Veränderung des Genmaterials, wodurch ein genauer Rückschluss auf die Herkunft der DNA möglich ist. Die Forschenden konnten zeigen, dass sich die freie DNA von Patientinnen und Patienten mit unterschiedlich stark ausgeprägten akutem Koronarsyndrom (ACS) durch das Methylierungsprofil ihrer freigesetzten DNA unterscheidet. Daher wollen sie nun Daten von Patientinnen und Patienten aus der DZHK Heart Bank untersuchen, um den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem individuellen Genprofil noch genauer zu erforschen. Die Technologie soll für viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen anwendbar sein, um die Krankheit und deren Fortschreiten aber auch die Wirksamkeit aber auch von medizinischen Behandlungen verfolgen zu können

Projektleitung
Niklas Beyhoff (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Pharmakologie)
Projektlaufzeit
09/2021 – 12/2022
09/2021 – 12/2022 2021 resource-tissue-samples

Projektleitung
Timo Nazari-Shafti, Sebastian Neuber (Deutsches Herzzentrum Berlin)
Projektlaufzeit
2022 resource-tissue-samples

Analyse von risikoreichen Stellen im Erbgut bei koronarer Herzkrankheit

In genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) wurden über 300 Gen-Loci identifiziert, die zum Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) beitragen.

Projektleitung
Heribert Schunkert, Zhifen Chen (Deutsches Herzzentrum München)
Projektlaufzeit
12/2021 - 12/2024
12/2021 - 12/2024 2022 dzhkomics-resource Zurzeit sind über 300 Stellen im Erbgut bekannt, die das Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) erhöhen können, wenn an dieser Stelle eine bestimmte Variante der Erbinformation vorliegt. Solche Varianten können den Prozess, bei dem die Erbinformation eines Gens abgelesen wird und daraus ein Protein entsteht, an vielen Stellen beeinflussen. Um die Behandlung zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Pateinten abzustimmen, analysieren die Forschenden genau, welche und wie sich die Vorgänge durch eine Variation verändern. Dafür untersuchen sie genetische Datensätze von über 220.000 KHK-Patientinnen und Patienten und gesunden Kontrollpersonen aus der DZHK Heart Bank. Sie hoffen, neue diagnostische Marker sowie therapeutische Moleküle zu finden, die für den Krankheitsbeginn bedeutend sind. Durchblutungsstoerungen

Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Risikofaktoren und kleinen genetischen Veränderungen

Die Mitogen-aktivierte Protein 3 Kinase 12 (MAP3K12) oder Dual Leucine-Zipper Kinase (DLK) ist an der Pathogenese von neurodegenerativen Erkrankungen beteiligt.

Projektleitung
Elke Oetjen (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinische Pharmakologie und Toxikologie)
Projektlaufzeit
01/2023 - 06/2023
01/2023 - 06/2023 2023 dzhkomics-resource Ein Protein, das bestimmte biochemische Prozesse in Zellen steuert, die sogenannte Dual Leucine-Zipper Kinase (DLK), spielt bei der Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen eine Rolle. Eigene Untersuchungen der Forschenden weisen darauf hin, dass dieses Protein auch beteiligt ist, wenn sich Diabetes mellitus entwickelt. Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem weisen Mäuse, die weniger DLK haben, Symptome einer Herzerkrankung auf. In diesem Projekt untersuchen die Forschenden, ob kleine Veränderungen im Gen für das Protein DLK beim Menschen mit Herz-Kreislauf-Risikofaktoren zusammenhängen. Dafür nutzen sie Daten aus der DZHK Heart Bank.

Autoimmune Hirnentzündungen besser erkennen und behandeln

Autoimmune Hirnentzündungen sind eine erst seit ungefähr 15 Jahren bekannte Gruppe seltener, schwerwiegender, meist durch Autoantikörper verursachter Hirnkrankheiten, die zu neurologischen und psychiatrischen Symptomen führen.

Projektleitung
Gregor Kuhlenbäumer, Anja Tietz, Frank Leypoldt Frank (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Neurologie)
Projektlaufzeit
11/2022 - 11/2025
11/2022 - 11/2025 2022 dzhkomics-resource Autoimmune Hirnentzündungen sind eine erst seit ungefähr 15 Jahren bekannte Gruppe seltener, schwerwiegender, meist durch Autoantikörper verursachter Hirnkrankheiten. Die Patientinnen und Patienten haben neurologische Ausfälle, wie schnell einsetzende Gedächtnis- oder Bewegungsstörungen und Krampfanfälle. Manche zeigen auch ein verändertes Verhalten bis hin zu schweren psychiatrischen Störungen, zum Beispiel Wahnvorstellungen. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte nationale Forschungsverbund CONNECT-GENERATE hat das Ziel, die Diagnostik und Behandlung von Menschen mit autoimmunen Hirnentzündungen zu verbessern. In einem Teilprojekt entschlüsseln die Forschenden das Erbgut (Genom) von Patientinnen und Patienten, um einen noch tieferen Einblick in die Genetik der Hirnentzündungen zu bekommen. Neben den Genomen der Patientinnen und Patienten sind Vergleichsgenome von gesunden Kontrollpersonen ebenso wichtig. Dafür nutzen Forschende die pseudonymisierten Kontrolldaten der DZHK Heart Bank.

Weshalb sich die körperliche Leistungsfähigkeit bei Patienteninnen und Patienten mit Herzschwäche stark unterscheidet

Das Projekt soll zwei Faktoren, die mit der Ausdauerfähigkeit von NYHA I-Patienten zusammenhängen könnten, genauer untersuchen: der Einfluss des rechten Herzens und die Lebensqualität bzw. die mentale Gesundheit.

Projektleitung
Gerd Hasenfuß, Anja Sandek, Hannah Bräunig (Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Kardiologie und Pneumologie)
Projektlaufzeit
11/2022 - 11/2023
11/2022 - 11/2023 2022 resource-liquid-samples-image-data Der Gesundheitszustand von Patientinnen und Patienten, die an einer Herzschwäche leiden, kann über die sogenannte Herzschwäche-Stadien (NYHA-Stadien) in vier Kategorien eingeteilt werden. Dabei beschreibt jede Kategorie die individuelle Stärke der auftretenden Symptome, den aktuellen Gesundheitszustand sowie die Auswirkungen auf den Körper. Patientinnen und Patienten in einem frühen Stadium der Herzschwäche (NYHA-Stadium 1) sind körperlich sehr unterschiedlich belastbar. So erreichen nicht alle das für ihr Alter übliche körperliche Leistungsniveau. Mithilfe der Daten aus der TransitionCHF-Studie soll untersucht werden, ob körperliche Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und psychische Gesundheit dieser Patientinnen und Patienten zusammenhängen. Diese Erkenntnisse könnten helfen aufzuklären, warum die körperliche Belastbarkeit so stark schwankt, und somit die Prävention und die Diagnostik der Herzschwäche verbessern. Herzschwaeche

Neue Behandlungsansätze für entzündliche Herzerkrankungen

Wodurch eine inflammatorische Kardiomyopathie entsteht, ist weiterhin Gegenstand der Forschung.

Projektleitung
Bettina Heidecker, Benjamin Meder (Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin (CBF), Medizinische Klinik für Kardiologie and Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Kardiomyopathien Heidelberg)
Projektlaufzeit
12/2022 - 12/2026
12/2022 - 12/2026 2022 resource-liquid-samples-image-data Wie entzündliche Herzmuskelerkrankungen entstehen, sogenannte inflammatorische Kardiomyopathien, ist noch nicht gut verstanden. Forschende untersuchen deshalb molekulare Marker und Signalwege dieser Erkrankungen, und wie sie mit klinischen Daten, zum Beispiel aus Ultraschalluntersuchungen, zusammenhängen. Dafür nutzen sie Bioproben und Daten eines einzigartigen DZHK-Registers von Patientinnen und Patienten mit Herzmuskelerkrankungen. Sind die molekularen Vorgänge bei inflammatorischen Kardiomyopathien besser verstanden, ermöglicht das zukünftig eine bessere Diagnose und gezieltere Therapien. Herzmuskelerkrankungen

Verbesserte Diagnostik und Behandlungsmethoden bei Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche

Während eine systolische Dysfunktion bei einer Herzinsuffizienz anhand der Ejektionfraktion in der Echokardiographie diagnostiziert werden kann, benötigt die Diagnose einer diastolischen Dysfunktion mehrere Kriterien.

Projektleitung
Gerd Hasenfuß, Anja Sandek, Moritz Peters (Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Kardiologie und Pneumologie)
Projektlaufzeit
11/2022 - 11/2023
11/2022 - 11/2023 2022 resource-liquid-samples-image-data Bei einer Herzschwäche kann zwischen einer systolischen und einer diastolischen Herzschwäche unterschieden werden. Zwar liegen diesen Krankheiten jeweils verschiedenartige Krankheitsmechanismen zugrunde, sie können jedoch die gleichen körperlichen Symptome hervorrufen. Dazu zählen Atemnot, eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit und Erschöpfung. Es wird angenommen, dass es auch Patientinnen und Patienten gibt, die neben einer systolischen Herzschwäche zusätzlich eine dystolische Fehlfunktion des Herzens aufweisen. Um diese Personen genauer zu identifizieren und sie in Zukunft bestmöglich behandeln zu können, sollen die Daten aus der TransitionCHF-Studie untersucht werden, die in der DZHK Heart Bank gesammelt wurden. Herzschwaeche

Die kalzifizierende Aortenklappenstenose (AKS) stellt die häufigste behandlungsbedürftige Herzklappenerkrankung der westlichen Welt dar.

Projektleitung
Elias Rawish, Christian Frerker (Medizinische Klinik II, UKSH Campus Lübeck)
Projektlaufzeit
03/2023 - 09/2024
03/2023 - 09/2024 2023 resource-tissue-samples Herzklappenerkrankungen

 

Stand Januar 2023