Forschungsprojekte

Autoimmune Hirnentzündungen besser erkennen und behandeln


Autoimmune Hirnentzündungen sind eine erst seit ungefähr 15 Jahren bekannte Gruppe seltener, schwerwiegender, meist durch Autoantikörper verursachter Hirnkrankheiten. Die Patientinnen und Patienten haben neurologische Ausfälle, wie schnell einsetzende Gedächtnis- oder Bewegungsstörungen und Krampfanfälle. Manche zeigen auch ein verändertes Verhalten bis hin zu schweren psychiatrischen Störungen, zum Beispiel Wahnvorstellungen. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte nationale Forschungsverbund CONNECT-GENERATE hat das Ziel, die Diagnostik und Behandlung von Menschen mit autoimmunen Hirnentzündungen zu verbessern. In einem Teilprojekt entschlüsseln die Forschenden das Erbgut (Genom) von Patientinnen und Patienten, um einen noch tieferen Einblick in die Genetik der Hirnentzündungen zu bekommen. Neben den Genomen der Patientinnen und Patienten sind Vergleichsgenome von gesunden Kontrollpersonen ebenso wichtig. Dafür nutzen Forschende die pseudonymisierten Kontrolldaten der DZHK Heart Bank.

Stichworte

Autoimmune Hirnentzündung, Genetik, Genom

Projektleitung

Gregor Kuhlenbäumer, Anja Tietz, Frank Leypoldt Frank (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Neurologie)