Forschungsprojekte

Herz-Kreislauferkrankungen mithilfe genetischer Untersuchungen besser verstehen


Wenn Körperzellen verletzt sind oder Gewebeschäden auftreten, wird Genmaterial in Form von DNA aus der Zelle freigesetzt. Forschende haben nun Anhaltspunkte dafür, dass sich das individuelle Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine Messung dieser zellfreien DNA abschätzen lässt. Dabei untersuchen sie das sogenannte DNA-Methylierungsprofil, eine chemische Veränderung des Genmaterials, wodurch ein genauer Rückschluss auf die Herkunft der DNA möglich ist. Die Forschenden konnten zeigen, dass sich die freie DNA von Patientinnen und Patienten mit unterschiedlich stark ausgeprägten akutem Koronarsyndrom (ACS) durch das Methylierungsprofil ihrer freigesetzten DNA unterscheidet. Daher wollen sie nun Daten von Patientinnen und Patienten aus der DZHK Heart Bank untersuchen, um den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem individuellen Genprofil noch genauer zu erforschen. Die Technologie soll für viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen anwendbar sein, um die Krankheit und deren Fortschreiten aber auch die Wirksamkeit aber auch von medizinischen Behandlungen verfolgen zu können

Stichworte

ccfDNA, zellspezifisches Methylierungsprofil, targeted Sequenzierung, nicht-invasiver Biomarker, Herzinsuffizienz CAD

Projektleitung

Ulf Landmesser, Adelheid Kratzer (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin (CBF), Medizinische Klinik für Kardiologie) in Kooperation mit Altuna Akalin (BIMSB, Bioinformatics, MDC Berlin)