Neue Behandlungsoption für Herzschwäche mit erhaltener oder mäßiggradiger Pumpfunktion


Momentan gibt es für die Herzschwäche mit erhaltener oder mäßiggradig reduzierter Pumpfunktion (auch diastolische Herzschwäche genannt) keine Behandlung, die erfolgreich an den Krankheitsmechanismen ansetzt. Mit den derzeitigen Therapien können die Ärzte nur versuchen, die Symptome der Patienten zu lindern.

Die SPIRIT-HF-DZHK8-Studie untersucht, ob der Wirkstoff Spironolacton dies ändern und die Anzahl der Krankenhausaufenthalte reduzieren sowie die Sterberate bei der Herzschwäche mit erhaltener oder mäßiggradig reduzierter Pumpfunktion senken kann. Für die andere Form der Herzschwäche, also die Herzschwäche mit reduzierter Pumpfunktion, wurde bereits gezeigt, dass durch die Einnahme von Spironolacton deutlich weniger Patienten sterben und dass sie nicht mehr so oft im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Spironolacton beeinflusst die hormonelle Komponente der Herzschwäche, bei der unter anderem zu viel des Hormons Aldosteron produziert wird. Diese Überproduktion wirkt sich negativ auf das Herz aus. Denn unter dem Einfluss von Aldosteron finden Umbauprozesse statt, bei denen die wichtigen Herzmuskelzellen durch Bindegewebszellen ersetzt werden. Diese Bindegewebszellen sind lediglich Füllmaterial und übernehmen keine Funktion. Dadurch verliert das Herz an Leistungsfähigkeit. Spironolacton kann die Wirkung von Aldosteron hemmen und soll so die das Herz schwächenden Umbauprozesse aufhalten.

Probanden

63

1300

Aktuelle Teilnehmerzahl: 63

Teilnahmevoraussetzungen

  • Alter Minimum
      50 Jahre
  • Med. Parameter

    Patienten, die an einer Herzschwäche mit erhaltener oder mäßiggradig reduzierter Pumpfunktion leiden (auch diastolische Herzschwäche genannt)


Es gibt weitere Ein- und Ausschlusskriterien.
Eine mögliche Studienteilnahme muss vorab immer durch den Arzt geprüft werden.

Studienzentrale

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)

Leitende Wissenschaftler

  • Univ. Prof. Dr. med. Burkert Pieske
    Charité - Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB)
  • Prof. Dr. Frank Edelmann
    Charité - Universitätsmedizin Berlin