Mehr Energie für schwache Herzen


Mit der METRIS-HF-Studie wollen die Wissenschaftler überprüfen, ob über einen verbesserten Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen die Leistungsfähigkeit des Herzens wieder gesteigert werden kann. Dafür erhalten Herzschwäche-Patienten, die außerdem eine Insulinresistenz haben, 24 Wochen lang den Arzneistoff Metformin. Er verbessert unter anderem die Insulinsensitivität der Herzmuskelzellen und somit auch ihre Fähigkeit, Zucker aufzunehmen und daraus Energie zu gewinnen. Die Studie wird an allen drei Standorten der Charité in Berlin durchgeführt.

Zurzeit wird die Insulinresistenz bei Herzschwäche-Patienten nicht behandelt. Häufig wird sie auch nicht erkannt, da sie bei Routineuntersuchungen nicht auffällt. Aus einer Insulinresistenz kann sich, oft erst Jahre später, ein Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln, die Zuckerkrankheit. Sie kommt bei Herzschwäche-Patienten mit bis zu 40 Prozent deutlich häufiger vor als in der übrigen Bevölkerung und verschlechtert die Prognose zusätzlich. Grundlage für den Studienansatz sind Beobachtungen zur Gabe von Metformin bei Patienten mit Herzschwäche und Diabetes mellitus Typ 2. Mit Metformin starben 13 Prozent weniger Patienten, außerdem kam es zu weniger Krankenhausaufenthalten.

Probanden

32

88

Aktuelle Teilnehmerzahl: 32

Teilnahmevoraussetzungen

  • Alter Minimum
      18 Jahre Jahre
  • Med. Parameter

    Patienten mit einer chronischen Herzschwäche (stabil eingestellt) und einer Insulinresistenz


Es gibt weitere Ein- und Ausschlusskriterien.
Eine mögliche Studienteilnahme muss vorab immer durch den Arzt geprüft werden.

Studienzentrale

Charité - Universitätsmedizin Berlin

Leitende Wissenschaftler

  • Prof. Dr. Dr. Wolfram Döhner
    Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Univ. Prof. Dr. med. Burkert Pieske
    Charité - Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB)
  • Prof. Dr. Tim Friede
    Universitätsmedizin Göttingen / Georg-August-Universität