Mini-Schirm oder Medikamente – bestmögliche Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern


Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, da sich bei ihnen verstärkt Blutgerinnsel bilden können. Deshalb erhalten sie Blutgerinnungshemmer, die das Schlaganfallrisiko um bis zu 70 Prozent senken. Das Risiko für schwere Blutungen ist bei diesen Arzneimitteln jedoch erhöht. Einige Patienten mit Vorhofflimmern können deshalb gar keine Blutgerinnungshemmer einnehmen. Als Alternative zu den Blutgerinnungshemmern wurde daher ein Verfahren entwickelt, bei dem das linke Vorhofohr, eine Ausstülpung am linken Vorhof des menschlichen Herzens, mit einer Art Mini-Schirm verschlossen wird. Denn über 90 Prozent der Blutgerinnsel entstehen im linken Herzohr und durch seinen Verschluss können von dort keine Blutgerinnsel mehr in das Gehirn oder den Körper gelangen.

Im Rahmen der CLOSURE AF-Studie werden die Effektivität und Sicherheit der ausschließlich medikamentösen Blutverdünnung und des Verschlusses des linken Herzohres mit nachfolgender medikamentöser Therapie miteinander verglichen. Von der Durchführung der Studie erhoffen wir uns, die Behandlung von Vorhofflimmerpatienten zu verbessern, um somit in Zukunft Schlaganfälle und Blutungskomplikationen besser verhindern zu können.

Probanden

234

1512

Aktuelle Teilnehmerzahl: 234

Teilnahmevoraussetzungen

  • Alter Minimum
      18 Jahre Jahre
  • Med. Parameter

    Patienten mit Vorhofflimmern, einem hohen Schlaganfallrisiko und einem hohen Blutungsrisiko


Es gibt weitere Ein- und Ausschlusskriterien.
Eine mögliche Studienteilnahme muss vorab immer durch den Arzt geprüft werden.

Studienzentrale

Charité – Universitätsmedizin Berlin (Campus Benjamin Franklin)

Leitende Wissenschaftler

  • Prof. Dr. Ulf Landmesser
    Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Priv. Doz. Dr. med. Leif-Hendrik Boldt
    Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • PD Dr. Ingo Eitel
    Universität zu Lübeck