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Klinische Studien: wie geht es weiter während der Corona-Pandemie?

31.03.2020

Liebe Studienteilnehmerinnen, liebe Studienteilnehmer,

die Corona-Pandemie führt zu einschneidenden Veränderungen unseres Alltags. Davon ebenfalls betroffen sind unsere klinischen Studien. Falls Ihr Studienarzt Sie noch nicht informiert hat, fragen Sie sich vielleicht, wie es mit Ihrer Teilnahme an einer klinischen Studie weitergeht.

Bitte nehmen Sie dazu telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu Ihrem Studienzentrum auf, bevor Sie Ihren nächsten Termin vor Ort wahrnehmen. Kontaktdaten finden Sie auch in der DZHK-Studienliste auf der Probandeninformationsplattform.

Je nachdem wie eine Studie konzipiert ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für den weiteren Ablauf. Manchmal können Telefonate oder Videokonsultationen einen Termin in der Klinik ersetzen, eventuell ändern sich der Zeitpunkt oder die Anzahl der Visiten. Prinzipiell gilt, dass alle klinischen Studien, deren Abbruch oder Aufschub die Studienteilnehmer gefährden würde, fortgesetzt werden.

Vielen Dank, dass Sie die klinische Forschung im DZHK mit Ihrer Teilnahme unterstützen und passen Sie gut auf sich auf!

 

 


Warum klinische Studien so wichtig sind – neues Patientenvideo des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung

04.12.2019

Ohne Patientinnen und Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, ist kein Fortschritt in der Medizin denkbar. Denn heutzutage werden alle Therapieentscheidungen auf Basis kontrollierter klinischer Daten getroffen. Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) hat ein Video für Patienten veröffentlicht, um ihr Vertrauen für eine Studienteilnahme zu erhöhen.

„Noch immer sterben mehr Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung als an Krebs“, sagt Professor Thomas Eschenhagen, Vorstandsvorsitzender des DZHK. Im Jahr 2017 waren laut Statistischem Bundesamt 37 Prozent aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen, knapp 25 Prozent auf Krebserkrankungen. Herzerkrankungen betreffen nicht nur ältere Menschen mit Übergewicht oder Bluthochdruck, sondern oft reißt es auch junge Menschen aus der Mitte des Lebens, bei denen keine klassischen Risikofaktoren vorliegen. Der Forschungsbedarf ist groß und das Video verdeutlicht, warum klinische Studien dafür unverzichtbar sind.

Unter dem Titel „Gemeinsam für ein gesundes Herz“ zeigt das knapp vierminütige Video auch die Perspektive einer Studienteilnehmerin und der sie betreuenden Ärztin auf. „Jeder einzelne Patient ist wichtig“, sagt DZHK-Studienärztin Dr. Manuela Licka vom Universitätsklinikum Heidelberg. „Und im Rahmen der Studien können wir die Teilnehmer intensiv betreuen und individuell auf sie eingehen.“ Das merken auch die Patienten. Studienteilnehmerin Christa Reker bestätigt, dass sie sich gut aufgehoben fühlt. Für sie ist es schön zu wissen, dass nicht nur ihr geholfen wird, sondern dass von ihren Daten auch andere profitieren können. Und zwar doppelt, denn zum einen liefern die Studienergebnisse den Ärzten wichtige Informationen für zukünftige Therapien und zum anderen stehen die gesammelten Daten und Bioproben auch anderen Forschern langfristig zur Verfügung. Dafür hat das DZHK ein weltweit einmaliges, gut kontrolliertes System aufgebaut.

Vertrauen durch Transparenz

Das DZHK fördert industrieunabhängige klinische Studien, damit neue Therapien für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt werden können. Ein wichtiges Anliegen ist dabei, klinische Forschung transparent und verständlich darzustellen. Dafür werden auf der DZHK-Patientenwebsite PIP unter anderem alle derzeit geförderten Studien laienverständlich erklärt. Außerdem wird die aktuelle Teilnehmerzahl für jede Studie online veröffentlicht. Damit ist das DZHK einer der wenigen großen Förderer klinischer Studien, der die Rekrutierungszahlen seiner Studien offenlegt. Insgesamt nehmen aktuell rund 7.000 Patienten an DZHK-Studien teil.

„Gemeinsam für ein gesundes Herz“ ist online auf dem DZHK YouTube-Channel

 


Patientenbroschüre neu erschienen

01.02.2019

5.000 Patienten nehmen aktuell an den klinischen Studien des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) teil. Mithilfe der Studien möchte das DZHK neue Therapien für Herzschwäche, Herzinfarkt oder Vorhofflimmern entwickeln.

Wer als Patient an einer klinischen Studie teilnimmt, wird sehr engmaschig betreut und hat die Chance, Zugang zu ganz neuen Therapien zu erhalten. „Wir sind sehr dankbar, dass sich so viele Patienten an unseren Studien beteiligen“, erläutert Prof. Thomas Eschenhagen, Vorstandsvorsitzender des DZHK. „Ohne diese breite Unterstützung wäre klinische Forschung nicht möglich.“

Mit der im Januar 2019 neu erschienenen Patientenbroschüre und der Patientenwebseite PIP möchte das DZHK zu mehr Transparenz und Partizipation für Studienteilnehmer beitragen. „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Studienpatienten verstehen, warum klinische Forschung wichtig ist und was sie in einer klinischen Studie erwartet“, so Eschenhagen.

Die Informationsbroschüre für Patienten erläutert leicht verständlich, welche Ziele das DZHK verfolgt und was es für die Herzforschung leistet. Sie ist in allen Studienzentren und in Partnereinrichtungen des DZHK frei erhältlich.

Bei Interesse kann die Broschüre als gedruckte Version bestellt werden (studien(at)dzhk.de).



Neue Regeln im Datenschutz

23.05.2018

Ab dem 25. Mai 2018 gilt die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Damit treten für Studienteilnehmer einige Änderungen in Kraft. Sie haben unter anderem zukünftig mehr Informationsrechte als bisher.

Das bedeutet:

  • Studienteilnehmer können Auskunft über die sie betreffenden personenbezogenen Daten erhalten und diese berichtigen oder löschen lassen. Hierzu können sie sich an Ihr Studienzentrum wenden.
  • Studienteilnehmer werden zukünftig proaktiv auf ihr Beschwerderecht bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde hingewiesen. Die zuständige Behörde muss benannt werden.
  • Bei Fragen zum Datenschutz können sich Studienteilnehmer an den Datenschutzbeauftragten ihres Studienzentrums wenden, der ihnen benannt werden muss.
  • Der Studienleiter oder dessen Klinik ist zukünftig auch für die Datenverarbeitung verantwortlich und wird als solche(r) benannt.

In allen neu beginnenden Studien finden Sie diese Informationen in den aktuellen Studiendokumenten wie der Patienteninformation und/oder der Einwilligungserklärung.

Wenn Sie an einer laufenden Studie teilnehmen und weitere Termine zur Datenerhebung geplant sind, dann erhalten Sie diese Informationen von Ihrem jeweiligen Studien- bzw. Prüfzentrum mit einem Schreiben. Sind alle Termine im Rahmen der Studie für Sie bereits abgeschlossen, können Sie sich für Auskünfte direkt an Ihr Studien- bzw. Ihr Prüfzentrum wenden.


Mehr Raum für klinische Forschung

26.3.2018

Wer forschen möchte, braucht Räumlichkeiten und spezielle Geräte, mit denen er Untersuchungen durchführen kann. Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) betreibt in allen 17 Mitgliedskliniken spezielle Forschungseinheiten, die in der Regel aus ein bis drei Räumen mit einheitlichen Geräten zur Herz-Kreislauf-Diagnostik bestehen. In einer internen Prüfung wurden Anfang 2018 alle Forschungseinheiten des DZHK begutachtet und mit dem Qualitätssiegel „DZHK Clinical Study Unit“ ausgezeichnet.

„Das DZHK hat sehr viel Zeit und Geld in den Aufbau dieser Forschungseinheiten investiert. Nun wollten wir auch wissen, ob diese zu unserer Zufriedenheit arbeiten“, sagt DZHK-Geschäftsführer Joachim Krebser. Neben der rein technischen Ausstattung haben die DZHK Forschungseinheiten aber noch eine andere Bedeutung. „Wir geben der klinischen kardiovaskulären Forschung damit im wahrsten Sinne des Wortes mehr Raum“, sagt Prof. Frank Edelmann von der Berliner Charite. „In den DZHK Forschungseinheiten kann sich unser Studienpersonal ganz auf die Studien konzentrieren.“ Das Ergebnis sei eine hochkarätige klinische Forschung im DZHK – zum Wohle der Herz-Kreislauf-Patienten.

Weitere Informationen finden Sie hier.