Vorhofflimmern rechtzeitig erkennen und Schlaganfallrisiko senken


Die Studie SCREEN-AF untersucht, ob Vorhofflimmern, das vom Patienten selbst nicht bemerkt wird, frühzeitig erkannt werden kann, wenn für zweimal zwei Wochen eine fortlaufende EKG-Aufzeichnung vorgenommen wird. Dafür tragen die Studienteilnehmer ein neues „Rhythmus-Pflaster“, das auf die Brust geklebt wird. Dieses Pflaster hat einen Minimonitor, mit dem der Herzrhythmus für bis zu zwei Wochen aufgezeichnet werden kann. Das Pflaster ist im Alltag weniger störend, zum Beispiel können Patienten damit duschen. Zusätzlich messen die Studienteilnehmer zweimal täglich ihren Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät, das für den häuslichen Einsatz geeignet ist.

Die 14-tägige EKG-Aufzeichnung und das Blutdruckmessen werden nach drei Monaten wiederholt. Nach 6 Monaten findet eine Abschlussuntersuchung durch den Hausarzt statt. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob sich mit dem Pflaster Vorhofflimmern finden lässt, das sonst unentdeckt geblieben wäre. Wird dann das Vorhofflimmern mit Medikamenten therapiert, lässt sich das Schlaganfallrisiko senken.

Die Studie wendet sich an über 75-jährige Menschen mit Bluthochdruck, bei denen Vorhofflimmern bisher nicht bekannt ist.

Probanden

301

267

Aktuelle Teilnehmerzahl: 301

Teilnahmevoraussetzungen

  • Alter Minimum
      ≥ 75 Jahre
  • Med. Parameter

    Menschen mit Bluthochdruck, bei denen Vorhofflimmern bisher nicht bekannt ist


Es gibt weitere Ein- und Ausschlusskriterien.
Eine mögliche Studienteilnahme muss vorab immer durch den Arzt geprüft werden.

Studienzentrale

Universitätsmedizin Göttingen / Hamilton Health Sciences through its Population Health Research Institute

Leitende Wissenschaftler

  • Prof. Dr. med. Rolf Wachter
    Universitätsklinikum Leipzig
  • Prof. Dr. med. Eva Hummers-Pradier
    Universitätsmedizin Göttingen
  • Prof. Jeff Healey