Eisenmangel beheben und Krankheitsverlauf der Herzschwäche verbessern


FAIR-HF2-DZHK5

Herzschwäche verursacht in Deutschland die meisten Krankenhausaufenthalte. Zwischen 2000 und 2013 war sie hierzulande außerdem die dritthäufigste Todesursache bei Männern, bei Frauen sogar die zweithäufigste. Viele Menschen, die an einer Herzschwäche leiden, haben auch einen Eisenmangel. Mit dieser Studie wollen die Wissenschaftler prüfen, ob sich die Anzahl der Krankenhausaufenthalte verringert und die Überlebenszeit verlängert, wenn der Eisenmangel bei Patienten mit Herzschwäche behoben wird. Dafür wird den Studienteilnehmern entweder ein gut verträgliches Eisenpräparat oder, in der Kontrollgruppe, Kochsalzlösung in die Blutbahn verabreicht. Solch eine Infusion dauert 15 Minuten und wird im ersten halben Jahr ein- bis viermal wiederholt, anschließend nur noch alle sechs Monate. Zwei Studien haben bereits gezeigt, dass sich die Symptome der Herzschwäche und die Lebensqualität der Patienten verbesserten, wenn sie ein Eisenpräparat einnahmen. Um nun auch den Einfluss von Eisen auf den Krankheitsverlauf der Herzschwäche zu beurteilen, wollen die Wissenschaftler 1.200 Patienten in ihre Studie einschließen. An der europaweiten Studie beteiligen sich u. a. 15 DZHK-Partner.

Probanden

330

1200

Aktuelle Teilnehmerzahl: 330

Teilnahmevoraussetzungen

  • Alter Minimum
      18 Jahre
  • Med. Parameter
    • mittelschwere Herzinsuffizienz, die seit mind. 12 Monaten besteht
    • bestätigter Eisenmangel

Es gibt weitere Ein- und Ausschlusskriterien.
Eine mögliche Studienteilnahme muss vorab immer durch den Arzt geprüft werden.

Studienzentrale

Universitäres Herzzentrum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie

Leitende Wissenschaftler

  • Dr. med. Mahir Karakas
    Universitäres Herzzentrum Hamburg
  • Prof. Dr. Stefan Anker
    Charité - Universitätsmedizin Berlin (Campus Virchow-Klinikum)